Chronische Erschöpfung

Niemand kann immer fit und vital sein, es ist ganz normal, auch einmal Phasen der Müdigkeit und Erschöpfung zu durchlaufen. Doch es gibt auch eine schwere und belastende Erkrankung, deren Hauptsymptom Müdigkeit ist: Das Chronisches Erschöpfungssyndrom, auch Chronisches Müdigkeitssyndrom (CMS) oder Fatigue-Syndrom genannt. Die lähmende, körperliche und geistige Müdigkeit, die bei einer CMS mindestens 6 Monate anhält, ist das Hauptsymptom. Frauen leiden häufiger als Männer unter CMS, allein in Deutschland sind bis zu 300.000 Menschen betroffen.

 

Typische Symptome

Die herausragendste Beschwerde ist die körperliche und geistige, lähmende Erschöpfung. Dazu können andere, allerdings recht unspezifische Beschwerden wie Schlafstörungen, Gliederschmerzen, Halsweh und Heiserkeit, Lymphknotenschwellungen, Kopfschmerzen und Magen-Darm-Beschwerden kommen. Sollten Sie auf einmal ein Lebensmittel nicht mehr vertragen, kann auch eine solche neu aufgetretene Nahrungsmittelunverträglichkeiten in Kombination mit Erschöpfung auf ein CMS hindeuten. Typisch ist, dass die Müdigkeit ganz plötzlich auftritt und die meisten Betroffenen keine Ursache für die Erschöpfung nennen können. Schlaf und Pausen bringen keine Erholung, die Patienten wachen morgens genauso müde auf wie sie abends ins Bett gegangen sind.

 

Was kann das CMS verursachen?

Die Ursachen für das CMS sind medizinisch nicht geklärt. Infektionen, Störungen des Immunsystems, hormonelle Dysbalancen, Depressionen oder auch Vergiftungen werden als Auslöser diskutiert. Sehr oft sind jedoch nach schulmedizinischen Maßstäben keine Ursachen festzustellen. Besonders schwierig ist die Diagnose, weil es keine bestimmten Laborparameter wie Blutwerte etc. gibt, an denen die Erkrankung festzumachen ist. Die Schulmedizin sieht CMS als eine sogenannte Ausschlussdiagnose. Das bedeutet, dass andere Krankheiten wie Schilddrüsenerkrankungen, Lebererkrankungen, Multiple Sklerose, Krebs oder Herzerkrankungen ausgeschlossen sein müssen, damit CMS als Diagnose gestellt werden kann. In der Naturheilkunde werden ein Vitalstoffmangel, hormonelle Dysbalancen, Nahrungsmittelunverträglichkeiten, Schlafstörungen und nicht zuletzt Stress als mögliche Ursachen gesehen.

 

Welche Behandlungsmöglichkeiten gibt es?

Nach dem heutigen Wissenstand der Schulmedizin gilt das CMS als nicht heilbar. So zielen auch die Behandlungen auf eine Anpassung der Lebenssituation ab, damit die vorhandenen Kräfte möglichst gut eingeteilt werden können. Ich habe in meiner Praxis die Erfahrung gemacht, dass ausgiebige Ruhephasen, eine Auffüllung eventueller Nährstoffdefizite nach Laboranalysen und eine Anpassung der Ernährung dem Organismus sehr guttun können.

Gerne berate ich Sie in einem persönlichen Gespräch über eine begleitende naturheilkundliche Behandlung beim Chronischen Erschöpfungssyndrom.