Kostenübernahme & Vergütung

Die Kos­ten der The­ra­pi­en, sowie der ver­ord­ne­ten Heil­mit­tel wer­den durch die ge­setz­li­chen Kran­ken­kas­se (GKV) in der Regel nicht über­nom­men. Die Über­nah­me der Be­hand­lungs­kos­ten, sowie der ver­ord­ne­ten Heil­mit­tel duch die pri­va­ten Kran­ken­ver­si­che­rer und Bei­hil­fe­stel­len er­folgt un­ter­schied­lich.Die­ses hängt u.a. vom je­wei­li­gen und in­di­vi­du­el­len Tarif ab. Auch hier er­folgt eine Ein­zel­prü­fung.

Der Heil­prak­ti­ker übt sei­nen Beruf ei­gen­ver­ant­wort­lich aus und zählt zu den frei­en Be­ru­fen im Sinne des §18 EStG. Die Tä­tig­keit des Heil­prak­ti­kers be­ruht auf einem zum bür­ger­li­chen Recht ge­hö­ren­den Dienst­ver­trag mit dem Pa­ti­en­ten. Der Ver­trag ist laut §145 BGB nicht an eine Form ge­bun­den und kann auch ohne aus­drück­li­che Ver­ein­ba­rung durch schlüs­si­ge Hand­lun­gen zu­stan­de kom­men. Der Heil­prak­ti­ker schließt mit dem Pa­ti­en­ten einen Dienst­ver­trag (§§611-630 BGB), der ihn zur Leis­tung der ver­spro­che­nen Diens­te, wie Be­mü­hen um Hei­lung oder Lin­de­rung einer Krank­heit im ge­gen­sei­ti­gen Ein­ver­ständ­nis, den Pa­ti­en­ten zur Ge­wäh­rung einer Ver­gü­tung ver­pflich­tet. Nach §611 BGB ist die Höhe der Ver­gü­tung der frei­en Ver­ein­ba­rung zwi­schen Heil­prak­ti­ker und Pa­ti­ent über­las­sen. Wenn beim Zu­stan­de­kom­men des Be­hand­lungs­ver­tra­ges über eine Ver­gü­tung nicht ge­spro­chen wurde, so gilt sie nach §612 BGB als ver­ein­bart. Ist in Er­man­ge­lung einer Taxe die Höhe der Ver­gü­tung nicht be­stimmt, so ist die üb­li­che Ver­gü­tung als ver­ein­bart an­zu­se­hen (§612 Abs.2). Die Höhe der üb­li­chen Ver­gü­tung re­sul­tiert aus den Be­stim­mun­gen der Leis­tung nach bil­li­gem Er­mes­sen (§315). Die Ge­wäh­rung der Ver­gü­tung ist nicht von einem Heil­erfolg ab­hän­gig, es be­steht je­doch für den Heil­prak­ti­ker die Ver­pflich­tung zu einer ge­wis­sen­haf­ten Be­hand­lung unter Be­ach­tung der Auf­klä­rungs- und Sorg­falts­pflicht.

Diese Leis­tungs­ta­bel­le ist - wie auch die zi­tier­te Quel­le - keine Ver­öf­fent­li­chung zur Er­zie­lung eines ein­heit­li­chen Ho­no­rar­ver­hal­tens. Sie soll viel­mehr der Auf­klä­rungs- und In­for­ma­ti­ons­pflicht des Heil­prak­ti­kers ge­gen­über sei­nem Pa­ti­en­ten die­nen. Der Heil­prak­ti­ker ist grund­sätz­lich ver­pflich­tet, die Höhe sei­nes Ho­no­rars, je nach Art und Um­fang der er­brach­ten Leis­tung, nach bil­li­gem Er­mes­sen dif­fe­ren­ziert zu be­stim­men. So­weit vom Quel­len­ma­te­ri­al ab­wei­chen­de Zu­ord­nun­gen er­fol­gen, sind sie durch fach­li­che und sach­li­che Er­kennt­nis­se not­wen­dig ge­wor­den. Der Ho­no­rar­rah­men stel­len keine Aus­sa­ge dar­über dar, in wel­chem Um­fan­ge Leis­tun­gen von Kran­ken­ver­si­che­rungs­trä­gern über­nom­men wer­den. - Klä­ren Sie dies mit Ihrer Kran­ken­kas­se im Vor­feld ab.

Quel­le: www.heilpraktiker-online.com